Design-Studie · Webdesign & SEO, Augsburg
Fünf Generationen Web. Eine Handschrift.
Ich habe Websites gebaut, als Tabellen noch Layout waren. Heute baue ich sie für Google, ChatGPT und Menschen gleichzeitig. Diese Seite erzählt die Strecke dazwischen — und wechselt dabei fünfmal ihr Gewand. Scrollen Sie langsam.
Epoche 1 · 1999 – 2004
Tabellen & Frames
Das Web war grau, die Schrift Times, das Layout eine Tabelle. Wer überhaupt eine Website hatte, lag vorn. Ich habe damals meine ersten Seiten im Texteditor geschrieben, Zeile für Zeile.
Die Seite baut sich auf, während Sie lesen.56k · ISDN · 800 × 600
So sah das Web aus
Layouts entstanden aus verschachtelten Tabellen und unsichtbaren Ein-Pixel-Grafiken, die Spalten auf Breite hielten. Frames teilten den Bildschirm in Menü und Inhalt, jeder Teil mit eigenem Scrollbalken. Dazu Besucherzähler, Gästebuch, ein Bauarbeiter-GIF unter „Diese Seite befindet sich im Aufbau“ und, wer es sich leisten konnte, ein Flash-Intro mit dem Knopf „Intro überspringen“.
Der Bildschirm hatte 800 × 600 Pixel, die Leitung ein 56k-Modem oder ISDN, DSL kam gerade erst. Internet Explorer und Netscape stritten darüber, wie HTML zu lesen sei, und jede Seite wurde für beide getestet.
Was damals zählte
Gefunden wurde, wer in Webkatalogen eingetragen war und seine Meta-Keywords füllte — ein Feld, das Google bald ignorierte. Linkpartner tauschten gegenseitig Banner. Google selbst war eine junge Suchmaschine neben AltaVista, Lycos und Yahoo.
Die wichtigste Disziplin hieß Dateigröße. Ein Foto von 80 Kilobyte brauchte am Modem zehn Sekunden. Wer schlampig optimierte, verlor den Besucher, bevor er etwas gesehen hatte.
Was ich mitnehme
Ladezeit entscheidet. Damals wegen des Modems, heute wegen Googles Core Web Vitals und der Geduld am Handy. Ich komprimiere Bilder und Code bis heute so, als hinge noch ein Modem an der Leitung. Programmiert habe ich schon als Kind, auf einem Schneider CPC und einem C64 — die Freude am knappen, sauberen Code stammt von dort.
- HTML 4
- Tabellenlayout
- Frames
- GIF
- Flash
- FTP
- Texteditor
- Webkataloge
Epoche 2 · 2005 – 2011
Web 2.0, Glanz & Blogs
Runde Ecken, Spiegelungen, Verläufe, Beta-Schildchen. Das Web wurde bunt und bekam ein Redaktionssystem. Zum ersten Mal pflegten meine Kunden ihre Texte selbst.
Die Schlagwortwolke wächst mit dem Scrollen.XHTML · CSS · jQuery
So sah das Web aus
Ab 2004 machte der Begriff „Web 2.0“ die Runde: Nutzer schreiben mit, Seiten werden zu Diensten. Gestalterisch hieß das glänzende Knöpfe mit Lichtkante, gespiegelte Logos, große Schrift, Schlagwortwolken, das orange RSS-Symbol und ein „Beta“ an allem, was neu war. Runde Ecken waren noch Handarbeit mit Hintergrundbildern, weil Browser sie erst Jahre später von selbst zeichnen konnten.
Unter der Oberfläche verschwanden die Tabellen. XHTML und CSS trennten Inhalt und Form, jQuery brachte ab 2006 Effekte wie Akkordeons und Lightboxen, ohne dass man für jeden Browser eigenen Code schrieb. 2007 kam das iPhone — noch bediente man es mit zwei Fingern auf einer Desktop-Seite.
Was damals zählte
WordPress, Joomla und TYPO3 wurden zum Standard für Firmenseiten. Der Kunde konnte Neuigkeiten selbst einstellen, und ein Blog brachte zum ersten Mal regelmäßig neue Seiten für Google. Google Analytics zeigte ab 2005 kostenlos, wer wann worauf klickte.
Gleichzeitig entstand das Spiel mit Keyword-Dichte und gekauften Links — bis Google 2011 mit dem Panda-Update dünne Inhalte abstrafte. Qualität statt Masse wurde von da an messbar.
Was ich mitnehme
Der Kunde pflegt selbst, der Fachmann baut das Fundament. Seit dieser Zeit liefere ich jede Website mit einem Redaktionssystem oder einem Pflegeweg aus, den der Betrieb ohne mich beherrscht. Und ich habe gelernt, dass Inhalte Arbeit sind: Ein Blog, das nach drei Beiträgen verstummt, schadet mehr als keins. Mein eigenes Archiv reicht bis 2010 zurück.
- XHTML 1.0
- CSS 2.1
- jQuery
- WordPress
- Joomla
- TYPO3
- RSS
- Google Analytics
Epoche 3 · 2012 – 2017
Flat & Mobile
Das Smartphone übernahm. Schatten und Verläufe verschwanden, Flächen und dünne Schrift blieben. Ein Layout musste auf jedem Bildschirm funktionieren.
Das Handy schiebt sich beim Scrollen ins Bild.HTML5 · CSS3 · Media Queries
So sah das Web aus
Ethan Marcotte hatte 2010 den Begriff „Responsive Webdesign“ geprägt: ein Layout, das sich über Media Queries an jede Bildschirmbreite anpasst, statt einer eigenen Handy-Seite unter m.domain.de. Bootstrap machte ab 2011 das Raster für alle verfügbar. Windows 8 und iOS 7 führten 2012 und 2013 das Flat Design ein — keine Schatten, keine Spiegelungen, kräftige Farben, Icons aus Linien, das Hamburger-Menü.
Typisch wurde der Vollbild-Hero mit einem zentrierten Satz, darunter drei Kacheln mit Symbol, dann der Parallax-Hintergrund. Google Fonts brachte Open Sans und Lato auf jede zweite Seite. HTML5 wurde 2014 Standard, Flash verschwand.
Was damals zählte
Am 21. April 2015 stufte Google Seiten herab, die am Handy nicht bedienbar waren — die Branche nannte es „Mobilegeddon“. Schon 2014 war HTTPS zum Rankingsignal geworden. Die lokale Suche mit Google-Unternehmensprofil, Bewertungen und Karte entschied für Handwerker und Praxen immer öfter, wer angerufen wurde.
Die Ladezeit kehrte als Thema zurück, diesmal im Mobilfunknetz. Mobil zuerst war keine Mode, sondern eine Rangfolge.
Was ich mitnehme
Ich entwerfe seit damals jede Seite zuerst für das Handy und erst dann für den großen Bildschirm. Was am Daumen funktioniert, funktioniert überall. Und ich habe die zweite Lektion dieser Jahre behalten: Weniger Effekt, mehr Inhalt. Flächen altern besser als Glanz — die Studie, die Sie gerade lesen, ist in diesem Kapitel bewusst am ruhigsten.
- HTML5
- CSS3
- Media Queries
- Bootstrap
- SVG
- Google Fonts
- WooCommerce
- HTTPS
Epoche 4 · 2018 – 2023
Karten & Dark Mode
Websites wurden Produkte: aus Komponenten gebaut, laufend gemessen, nie fertig. Die Verläufe kamen zurück, diesmal auf Dunkel. Und mit der DSGVO kam der Cookie-Hinweis.
Der Schalter kippt die Seite beim Scrollen ins Dunkle.Grid · Komponenten · Vitals
So sah das Web aus
Karten, überall Karten: Jeder Inhalt bekam eine Fläche mit weichem Schatten und großem Radius. Gestaltung wurde zum System aus wiederverwendbaren Bausteinen, das Teams über Jahre pflegen. macOS brachte 2018 den Dark Mode, iOS 2019, und CSS konnte mit prefers-color-scheme die Wahl des Nutzers übernehmen. Darauf setzten Verläufe aus Violett und Türkis, Glas-Effekte, große Schrift, viel Luft.
WordPress stellte im Dezember 2018 mit Gutenberg auf Blöcke um, Elementor und Divi machten Layout per Maus zum Normalfall. CSS Grid löste die letzten Hilfskonstruktionen für Raster ab.
Was damals zählte
Google indexierte ab 2018 zuerst die Handy-Fassung einer Seite, und ab 2021 flossen die Core Web Vitals in das Ranking ein: Ladezeit, Reaktion, Layoutstabilität, gemessen bei echten Nutzern. Mit der DSGVO vom 25. Mai 2018 kamen Einwilligung, Verfahrensverzeichnis und der Cookie-Banner.
Gleichzeitig wertete Google Erfahrung und Vertrauenswürdigkeit stärker — wer hinter der Seite steht, wurde zur Rankingfrage. Messen statt raten löste das Bauchgefühl ab.
Was ich mitnehme
Eine Website ist nach dem Start nicht fertig. Ich messe, was Besucher tun, und entwickle weiter — mit festem Ansprechpartner statt Ticket-System. Datenschutz und Barrierefreiheit plane ich seit dieser Zeit von der ersten Skizze an mit ein; nachträglich wird beides teuer. Und von den Komponenten blieb mir die Disziplin: ein Baustein, einmal sauber gebaut, an jeder Stelle gleich.
- CSS Grid
- Design-Systeme
- Gutenberg
- Elementor · Divi
- Core Web Vitals
- Schema.org
- Consent-Management
- Dark Mode
Epoche 5 · 2024 – heute
KI-Suche, GEO & AEO
Suchmaschinen antworten, statt Listen zu zeigen. Gefunden werden heißt jetzt: zitiert werden. Das Design wird ruhiger, die Struktur wichtiger — und die Handschrift wieder sichtbar.
Die Frage tippt sich beim Scrollen, die Antwort folgt.Schema · FAQ · llms.txt
So sieht das Web aus
Seit ChatGPT im November 2022 erschien, fragen Menschen Maschinen in ganzen Sätzen. Perplexity antwortet mit Quellen, Googles KI-Übersicht steht seit 2025 auch in Deutschland über den Treffern. Die Website wird nicht mehr nur angeklickt, sie wird gelesen, zusammengefasst und — wenn sie gut ist — als Quelle genannt.
Gestalterisch kehrt die Ruhe ein: typografische Seiten, echte Fotos aus dem Betrieb statt Stockbildern, wenige, gezielte Effekte. KI-generierte Bilder und Texte machen vieles austauschbar, deshalb zählt wieder, was erkennbar von jemandem stammt.
Was heute zählt
Klare Struktur, Fragen mit direkten Antworten, Schema.org-Daten, eine llms.txt, saubere Überschriften, schnelle Ladezeit — kurz: eine Seite, die Maschinen genauso verstehen wie Menschen. Dafür stehen die Kürzel GEO (Generative Engine Optimization) und AEO (Answer Engine Optimization).
Seit dem 28. Juni 2025 verlangt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz von vielen Websites Zugänglichkeit; Google misst mit INP die Reaktionsgeschwindigkeit. Beides belohnt, was ohnehin gute Arbeit ist.
Was bleibt
Klarheit gewinnt, bei Menschen und bei Maschinen. Jedes meiner Projekte bekommt heute SEO, GEO und AEO von Anfang an, nicht als Zusatzpaket. Dazu kommen, wo es passt, KI-Anbindungen und ein CRM, damit Anfragen nicht im Postfach versanden. Die Handschrift von 1999 ist dieselbe geblieben: sauber gebaut, schnell, ehrlich — nur das Publikum ist größer geworden.
- Schema.org
- FAQ
- llms.txt
- GEO · AEO
- Barrierefreiheit
- Statische Websites
- KI-Anbindung
- CRM
Was blieb
Vier Dinge haben alle fünf Epochen überlebt.
Werkzeuge kommen und gehen. Die Gründe, warum eine Website Kunden bringt, haben sich seit 1999 nicht geändert.
Geschwindigkeit
Jede Epoche hat die Ladezeit neu bestraft: Modem, Mobilfunk, Core Web Vitals. Schnelle Seiten gewinnen immer.
Struktur
Ein Besucher, eine Suchmaschine, eine KI — alle drei brauchen dieselbe klare Ordnung: Was bieten Sie, für wen, was kostet es, wie geht es weiter.
Eigene Inhalte
Texte, Fotos und Antworten aus dem eigenen Betrieb schlugen jede Vorlage. Heute sind sie der Grund, warum eine KI Sie zitiert statt den Wettbewerber.
Ein Ansprechpartner
Der, der entwirft, baut auch. Keine Agentur-Kette, kein Ticket. Das war 1999 mein Arbeitsmodell und ist es heute.
Leistungen
Was ich heute für Sie baue.
Jede Leistung hat ihre Geschichte durchlaufen — und ist heute auf dem Stand, den Google und KI-Systeme verlangen.
Webdesign & WordPress
Individuelles Design, sauber umgesetzt, von Ihnen selbst pflegbar.
↗ 02 · seit 2003SEO
Technik, Struktur und Inhalte, damit Google versteht, wofür Sie stehen.
↗ 03 · seit 2023GEO & AEO
Sichtbar in ChatGPT, Perplexity und der Google-KI-Übersicht.
↗ 04Digitalmarketing
Anzeigen und Inhalte mit Plan — Anfragen, die zu Ihnen passen.
↗ 05 · seit 2024KI, CRM & ERP
Anfragen landen im System statt im Postfach — Chat, Formular und Vertrieb verbunden.
↗ 06Printdesign
Logo, Geschäftsausstattung, Broschüre — ein Bild auf Papier und Bildschirm.
↗Warum Konrad Griesser
Erfahrung ist kein Schlagwort. Sie ist eine Zahl.
Webdesigner und SEO-Experte aus Augsburg, für Unternehmen in Augsburg, München, Nürnberg, Regensburg, Ingolstadt und ganz Bayern.
- AFestpreis und feste LaufzeitWas es kostet und wann es fertig ist, steht im Angebot.
- BEin fester AnsprechpartnerSie sprechen direkt mit dem, der entwirft und umsetzt.
- CSEO, GEO und AEO von Anfang anSichtbarkeit ist Teil des Konzepts, kein Zusatzpaket.
- DAntwort innerhalb von 24 StundenKostenfreies und unverbindliches Erstgespräch.
Ablauf
Vier Schritte, seit Jahren bewährt.
Der Ablauf hat sich in 25 Jahren kaum verändert — weil er funktioniert.
- 01
Kostenloses Erstgespräch
Ziel, Zielgruppe, Umfang. Eine ehrliche Einschätzung, ob und wie es passt.
- 02
Konzept & Angebot
Struktur, Inhalte, Gestaltungsidee — mit Festpreis.
- 03
Umsetzung & SEO-Setup
Design, Technik, Texte und Suchmaschinen-Grundlagen in einem Zug.
- 04
Launch & Wachstum
Live-Schaltung, Messung, Weiterentwicklung mit festem Ansprechpartner.
Für wen passt dieser Stil?
Für Unternehmen mit Geschichte und Zukunft.
Generationen erzählt Entwicklung. Der Stil passt zu Agenturen, Familienbetrieben, Manufakturen, Kanzleien und Marken, die seit Jahrzehnten bestehen und zeigen wollen, dass sie am Puls der Zeit geblieben sind. Die Epochen lassen sich mit Ihrer eigenen Firmengeschichte füllen: Gründung, Generationswechsel, Umzug, neue Produkte.
Für ein Start-up ohne Vergangenheit funktioniert die Erzählung nicht — dort empfehle ich eine Studie, die nach vorn schaut.

Die nächste Generation
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