Ein Restaurant, das von einem Tag auf den anderen schließen musste, brauchte eine Bestellmöglichkeit. Sofort. So habe ich das gelöst.


Freitagnachmittag rief mich der Inhaber eines kleinen italienischen Restaurants an, das ich schon länger kenne. Die Stimme war angespannt: Ab Montag dürfen sie niemanden mehr reinlassen, nur noch Abholung ist erlaubt, und sie haben keine Möglichkeit, online zu bestellen. Könnte ich bis Sonntagabend etwas bauen?
Normalerweise würde ich bei so einer Anfrage erstmal tief Luft holen. Aber die Lage war, wie sie war. Ich habe das Wochenende komplett dieser einen Seite gewidmet: eine schlanke Speisekarte, ein einfaches Formular mit Abholzeit-Auswahl, direkte WhatsApp-Bestätigung, weil eine vollständige Zahlungsintegration in der Zeit nicht seriös umsetzbar gewesen wäre. Keine Designspielereien, keine Diskussion über Farbtöne. Funktion vor allem.
Sonntagabend um kurz vor zehn war die Seite live. Montagmittag hat mich der Inhaber angerufen — die ersten zwanzig Bestellungen waren schon reingekommen, mehr, als er an einem normalen Montag im Lokal gehabt hätte.
Ich habe aus diesem Wochenende mehr über pragmatisches, schnelles Arbeiten gelernt als aus manchem Monate dauernden Projekt. Manchmal ist die beste Website nicht die schönste, sondern die, die pünktlich fertig wird, wenn sie gebraucht wird.
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