Googles größtes Suchupdate seit Jahren, sagen sie. Ich glaube, sie haben recht — und das verändert, wie ich Texte für Kunden schreibe.


Google hat ein Update namens BERT angekündigt und es selbst als eine der größten Verbesserungen der Suche seit Jahren bezeichnet. Ich bin bei solchen Ankündigungen normalerweise vorsichtig, weil „größtes Update seit Jahren" ungefähr alle sechs Monate verkündet wird. Diesmal glaube ich es trotzdem.
Worum es geht, vereinfacht: Bisher hat Google eine Suchanfrage stark wortbasiert ausgewertet — welche Wörter kommen vor, wie oft. BERT versteht Sprache stärker im Zusammenhang, also auch kleine Wörter wie „für" oder „ohne", die eine Bedeutung komplett umdrehen können. Eine Anfrage wie „Website erstellen ohne Programmierkenntnisse" wird jetzt anders verstanden als „Website erstellen mit Programmierkenntnissen" — vorher war das für die Maschine ähnlicher, als es sein sollte.
Für meine Arbeit bedeutet das: Ich kann aufhören, Texte künstlich auf exakte Keyword-Kombinationen zu trimmen. Ich schreibe seit diesem Update bewusster in natürlicher Sprache, so wie ich es auch einem Kunden am Telefon erklären würde, und verlasse mich darauf, dass Google den Sinn dahinter erkennt, nicht nur die Wortfolge. Das ist im Grunde eine gute Nachricht für alle, die ehrlich und verständlich schreiben, statt für Suchmaschinen zu tricksen.
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999