Keine Werbung, keine Bestenliste. Nur eine ehrliche Übersicht, welches Werkzeug ich wofür einsetze und warum.


Ich werde das erstaunlich oft gefragt, meistens von anderen Kleinunternehmern, die selbst gerade anfangen, mit KI-Tools zu arbeiten: Welches nimmst du eigentlich? Die ehrliche Antwort ist unspektakulär — ich nutze mehrere parallel, je nachdem, wofür.
Für erste Textentwürfe, Struktur-Ideen und um mich aus einer Denkblockade herauszuschreiben, nutze ich oft das, was gerade am schnellsten verfügbar ist. Für Aufgaben, bei denen es auf sprachliche Nuance ankommt — zum Beispiel wenn ein Kundentext einen bestimmten Ton treffen muss, der weder zu forsch noch zu bieder wirkt — merke ich einen deutlichen Unterschied zwischen den Modellen. Manche liefern glattere, aber auch austauschbarere Sprache. Das ist keine Wissenschaft, das ist einfach mein Eindruck nach vielen Stunden Arbeit damit.
Für Code-nahe Aufgaben, kleine Skripte, das Debuggen von CSS-Problemen oder das Durchgehen von PHP-Fehlermeldungen, nutze ich inzwischen fast durchgehend eines dieser Systeme als ersten Ansprechpartner, bevor ich überhaupt googele. Das hat sich innerhalb von etwa anderthalb Jahren komplett verschoben — früher war Stack Overflow die erste Anlaufstelle, heute ist es meist ein Chat-Fenster.
Was sich aber nicht verschoben hat, und das sage ich bewusst: Kein einziger Text, der auf einer Kundenwebsite landet, geht unbearbeitet online. Ich lese jeden Satz noch einmal mit den Augen des jeweiligen Unternehmens, nicht mit meinen. Ein KI-System kennt den Handwerksbetrieb aus Friedberg nicht wirklich, es kennt nur Muster aus Millionen anderer Texte. Diese Lücke muss jemand schließen, der den Kunden tatsächlich kennt. Das ist im Moment noch meine Aufgabe, und ich vermute, das bleibt noch eine Weile so.
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999