Ein erster, ziemlich ungläubiger Test mit DALL-E 2 für ein Kundenmockup, und die Frage, was das eigentlich für meine Arbeit bedeutet.


Seit ein paar Tagen habe ich Zugang zu DALL-E 2, über die Warteliste, wie bei den meisten gerade. Ich wollte eigentlich nur kurz reinschauen, saß dann aber zwei Stunden dran und habe vergessen, dass ich noch ein Angebot fertigstellen wollte.
Der erste Test war ein Bild für ein Café-Projekt, an dem ich gerade arbeite: "gemütliches Café in Augsburg, warmes Licht, Holztische, Vormittagsstimmung". Was rauskam, war nicht perfekt, die Perspektive war leicht verzogen, aber die Stimmung hat gesessen. Besser, als ich es mit den üblichen Stockfoto-Seiten in der Zeit gefunden hätte.
Ich bin hin- und hergerissen. Als jemand, der auch fotografiert, fühlt sich das komisch an, fast wie Betrug. Gleichzeitig kann ich nicht ignorieren, dass hier gerade etwas passiert, das meinen Beruf betrifft. Für Konzeptbilder, für erste Moodboards, um einem Kunden schnell eine Richtung zu zeigen, ist das jetzt schon brauchbar.
Ich werde das definitiv weiterverfolgen. Ersetzen wird es echte Fotografie für mich nicht, dafür fehlt zu oft die Kontrolle über Details, Hände sehen komisch aus, Text im Bild ist meistens Kauderwelsch. Aber als zusätzliches Werkzeug im Werkzeugkasten? Da bin ich neugierig, wo das hinführt.
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999