Vom großen Hype zur eingegrenzten, aber realen Nische — eine nüchterne Bestandsaufnahme zum Metaverse.


Das Metaverse wurde vor ein paar Jahren als die nächste große digitale Revolution gehandelt — eine virtuelle Parallelwelt über AR, VR und Blockchain, in der Menschen arbeiten, einkaufen und sich treffen. Aus heutiger Sicht würde ich sagen: Ein Teil davon ist real geworden, der ganz große Umbruch ist ausgeblieben.
Real geworden ist es vor allem in Nischen: virtuelle Stores großer Marken, in denen Kunden Produkte in 3D erleben, virtuelle Klassenzimmer für bestimmte Lerninhalte, und Kollaborationsräume für Teams, die ortsunabhängig zusammenarbeiten. Konzerte oder Events in virtuellen Räumen haben durchaus beeindruckende Reichweiten erzielt.
Was den breiten Durchbruch bisher verhindert hat: teure, noch unbequeme Hardware, berechtigte Datenschutzbedenken bei der Erfassung von Bewegungs- und Verhaltensdaten, und schlicht eine hohe Einstiegshürde für die breite Masse.
Meine Einschätzung heute: Das Metaverse wird eher schrittweise in bestehende Anwendungen einsickern, als dass eine eigenständige, alles verändernde Parallelwelt entsteht. Für die meisten Unternehmen, mit denen ich arbeite, ist es aktuell kein dringendes Thema — aber ein Bereich, den ich im Auge behalte.
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