PHP ist seit 1994 im Geschäft und läuft nach wie vor unter der Haube der meisten Websites, die ich baue — ein praxisnaher Überblick über die Sprache, mit der ich seit Jahren arbeite.


PHP begegnet mir praktisch täglich, meist ohne dass Kunden es merken — jede WordPress-Website läuft darunter. Hier ein Überblick über das, was PHP kann und warum es trotz seines Alters noch immer die Basis eines Großteils des Webs ist.
Rasmus Lerdorf entwickelte PHP 1994 als einfaches Skript-Werkzeug. Aus der ursprünglichen Bastellösung ist eine vollwertige Programmiersprache geworden, die mit jeder Version an Performance und Sicherheit zulegt.
Lokale Umgebungen wie XAMPP oder LAMP/WAMP machen den Einstieg unkompliziert, Composer übernimmt die Verwaltung von Bibliotheken und Abhängigkeiten. Immer die aktuelle stabile PHP-Version zu verwenden lohnt sich — Performance- und Sicherheitsverbesserungen kommen mit fast jedem Major-Release.
PHP-Code wird mit <?php ?> in HTML eingebettet, Variablen beginnen mit einem Dollarzeichen, die wichtigsten Datentypen sind Integer, Float, String, Array und Objekt. Kontrollstrukturen (if/else/switch) und Schleifen (for, foreach, while) funktionieren wie in den meisten Sprachen dieser Generation.
Eigene Funktionen mit klaren Parametern und Rückgabewerten halten Code wartbar. Für größere Projekte lohnt sich objektorientierte Programmierung mit Klassen, Methoden, Vererbung und Traits — bei kleineren Websites reicht oft auch prozeduraler Code, ohne dass man sich dafür rechtfertigen müsste.
Nutzereingaben über $_GET und $_POST entgegenzunehmen ist der leichte Teil — sie zu validieren und vor SQL-Injection zu schützen (über PDO oder vorbereitete Statements) ist der Teil, der tatsächlich zählt. Cross-Site-Scripting lässt sich mit htmlspecialchars und ähnlichen Funktionen zuverlässig verhindern, wenn man konsequent daran denkt.
Try/Catch-Blöcke für sauberes Fehlerhandling, $_SESSION und Cookies für nutzerbezogene Daten über mehrere Aufrufe hinweg, eingebaute Funktionen für Datei-Uploads und -verwaltung — das operative Rüstzeug, das in fast jedem größeren PHP-Projekt gebraucht wird.
Laravel und Symfony nehmen bei komplexen Anwendungen viel Grundarbeit ab, WordPress, Joomla und Drupal bauen ebenfalls auf PHP auf — für die meisten Unternehmenswebsites, die ich baue, ist WordPress nach wie vor die pragmatischste Wahl.
PHP 8 und die Versionen danach bringen mit dem JIT-Compiler und neuen Sprachfunktionen spürbare Verbesserungen. PHP läuft inzwischen auch in serverlosen Umgebungen und eignet sich zunehmend für modulare Microservice-Architekturen — von der reinen Skriptsprache der 90er ist nicht mehr viel übrig.
Wer sich fragt, ob PHP noch zeitgemäß ist: Ja, mit großem Abstand — allein schon wegen der riesigen Community und der schieren Verbreitung in produktiven Systemen.
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