Eine Vermutung, die weiter geht als alles, was ich bisher geschrieben habe. Ich lasse mich gerne in ein paar Jahren daran erinnern, ob ich recht hatte.


Ich habe in den letzten Wochen viel mit ersten, noch experimentellen Systemen herumgespielt, die versuchen, aus einem einzelnen Chatbot einen handelnden Assistenten zu machen, der eigenständig mehrere Schritte plant und ausführt, statt nur auf einzelne Fragen zu antworten. Die aktuellen Versionen sind noch holprig, brechen oft mitten in einer Aufgabe ab, verlieren den roten Faden. Aber die Richtung, in die das zeigt, lässt mich nicht mehr los.
Ich stelle mir vor, dass es in nicht allzu ferner Zukunft möglich sein wird, einem System nicht nur eine Frage zu stellen, sondern eine tatsächliche Aufgabe zu geben: „Prüf die Kontaktanfragen der letzten Woche, sortiere sie nach Dringlichkeit, entwirf erste Antworten." Nicht als einzelner Chat-Austausch, sondern als eigenständig arbeitender Prozess im Hintergrund.
Für kleine Unternehmen, für Handwerksbetriebe, für Kanzleien, die sich keine große Verwaltung leisten können, könnte das enorm sein. Nicht als Ersatz für Menschen, aber als stiller Mitarbeiter, der die Dinge erledigt, für die im Alltag nie Zeit ist.
Ich lege mich hier bewusst fest, auch auf das Risiko hin, später falsch gelegen zu haben: Ich glaube, in fünf bis zehn Jahren werden solche KI-Agenten, tief eingebunden in CRM-Systeme, in Buchhaltung, in Kundenkommunikation, ganz normaler Alltag im Mittelstand sein. Wer sich schon jetzt damit beschäftigt, wird dann einen echten Vorsprung haben. Ich will einer davon sein.
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999