Digitalmarketing

Fördergelder, Anträge, Websites: Der Digitalisierungsbonus-Wahnsinn

Mehrere Bundesländer fördern gerade Digitalisierungsmaßnahmen für kleine Unternehmen. Ein Erfahrungsbericht aus der Antragspraxis.

📅 ✍️ Von Konrad Griesser
Fördergelder, Anträge, Websites: Der Digitalisierungsbonus-Wahnsinn

In den letzten Wochen habe ich mit mehreren Kunden gemeinsam Förderanträge für Digitalisierungsmaßnahmen ausgefüllt — Zuschüsse, die aktuell in verschiedenen Bundesländern angeboten werden, um kleinen Unternehmen den Sprung ins Digitale zu erleichtern. Grundsätzlich eine gute Sache. Die Praxis ist trotzdem mühsamer, als man denkt.

Die Formulare verlangen oft sehr konkrete, teilweise technische Beschreibungen dessen, was gemacht werden soll, bevor überhaupt etwas gemacht wurde. Das führt zu einer merkwürdigen Situation: Man muss ein Projekt detailliert planen und dokumentieren, obwohl man eigentlich erst nach der Zusage richtig anfangen will.

Was ich Kunden inzwischen rate: Zeit einplanen, nicht auf den letzten Drücker anfangen, und wenn möglich, jemanden hinzuziehen, der schon mal einen solchen Antrag gestellt hat. Ich habe mittlerweile bei drei Anträgen mitgeholfen und kenne die typischen Stolperfallen — vage Formulierungen, fehlende Kostenvoranschläge, unklare Zeitpläne.

Am Ende hat es sich für alle drei Kunden gelohnt. Aber „einfach mal eben eine Förderung beantragen" ist es definitiv nicht.

Beitrag aus dem Jahr 2020, übernommen aus dem Blog meiner früheren Website. Gegenüber dem damaligen Original wurden eventuell Rechtschreibfehler korrigiert und Bilder ersetzt.

Konrad Griesser

Konrad Griesser

Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999

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