Noch sieben Monate bis zum Stichtag, und schon jetzt rufen mich Kunden an, die Horrorgeschichten über Millionen-Bußgelder gehört haben.


Ab Mai 2018 gilt die neue Datenschutz-Grundverordnung, kurz DSGVO. Noch ist es Oktober, aber die ersten Kunden rufen bereits an und klingen, als stünde morgen die Betriebsprüfung vor der Tür.
Ich verstehe die Sorge. Die Bußgelder, die in den Medien kursieren, klingen dramatisch. Aber die Panik führt gerade dazu, dass windige "DSGVO-Berater" aus dem Boden schießen, die 2000 Euro für ein Word-Dokument mit Textbausteinen verlangen.
Was ich meinen Kunden stattdessen rate: erstmal in Ruhe bestandsaufnehmen. Welche Daten sammeln wir überhaupt — Kontaktformular, Newsletter, Analytics? Wo landen die? Wer hat Zugriff? Erst wenn das klar ist, macht es Sinn, über konkrete Maßnahmen zu sprechen.
Für mich als Webdesigner bedeutet das auch: Ich muss mein eigenes Handwerk überdenken. Cookie-Banner, Auftragsverarbeitungsverträge mit Hostinganbietern, Datenschutzerklärungen, die tatsächlich zur Website passen statt copy-paste von irgendwo. Wird ein aufwendiges halbes Jahr.
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999