Von 'ich mache das schon irgendwie günstig' zu klaren Paketen - ein ehrlicher Rückblick auf meine eigene Preisgestaltung.


Als ich angefangen habe, selbstständig zu arbeiten, habe ich Preise ziemlich willkürlich gemacht. Ein Bauchgefühl hier, eine grobe Stundenschätzung da, und wenn der Kunde nett war, habe ich schnell nachgegeben. Das war ein Fehler, den ich dieses Jahr endlich systematisch korrigiert habe.
Was sich geändert hat: Ich rechne inzwischen konsequent meine tatsächliche Zeit mit, auch für "kleine" Änderungen, die früher einfach "mitgelaufen" sind. Über ein Jahr summiert sich das zu erschreckend vielen unbezahlten Stunden. Ich habe außerdem angefangen, feste Pakete anzubieten statt reiner Stundensätze - das gibt Kunden Planungssicherheit und mir eine klarere Kalkulationsbasis.
Das Schwierigste war, nein zu sagen, wenn jemand versucht hat, mit "aber das ist doch schnell gemacht" den Preis zu drücken. Ich sage inzwischen offen: Wenn es wirklich schnell geht, würde ich sowieso einen fairen kleinen Betrag verlangen, aber "schnell für mich" bedeutet nicht "wertlos". Fünfzehn Jahre Erfahrung stecken in jeder scheinbar kleinen Entscheidung.
Ergebnis nach einem Jahr bewusster Preisarbeit: weniger Kunden, aber deutlich entspannterer Umgang mit ihnen, weil die Erwartungen von Anfang an klarer sind. Ich würde es wieder so machen, nur früher.
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