Diese Frage habe ich 2024 zum ersten Mal gehört. Inzwischen kommt sie fast jede Woche. Was ich darauf ehrlich antworte.


Der Inhaber eines Sanitärbetriebs aus Königsbrunn saß im Sommer bei mir im Büro, eigentlich wegen einer ganz normalen Website-Überarbeitung, und fragte mitten im Gespräch: „Sagen Sie, meine Tochter hat mal bei ChatGPT nach einem Klempner in der Nähe gefragt, und wir kamen da gar nicht vor. Können Sie da was machen?"
Ich musste kurz überlegen, wie ich das ehrlich beantworte, ohne entweder Panik zu verbreiten oder etwas zu versprechen, das ich nicht halten kann. Die ehrliche Antwort ist: Man kann eine Menge tun, aber es ist kein Schalter, den man umlegt. KI-Systeme wie ChatGPT greifen bei lokalen Fragen oft auf Suchergebnisse und strukturierte Daten zurück, ähnlich wie Google es auch tut. Wer bei Google lokal stark aufgestellt ist — sauberes Google-Business-Profil, konsistente Kontaktdaten überall im Netz, echte Bewertungen, eine Website mit klaren, strukturierten Informationen — hat automatisch bessere Chancen, auch in einer KI-Antwort aufzutauchen.
Was neu ist, seit es die KI-Übersichten bei Google und die Websuche in ChatGPT gibt: Es reicht nicht mehr, irgendwo auf Seite eins zu stehen. Die Inhalte müssen so geschrieben sein, dass eine Maschine sie leicht extrahieren und zusammenfassen kann. Klare Fragen als Überschriften, direkte Antworten im ersten Satz, saubere Fakten statt vager Marketingsprache.
Für den Sanitärbetrieb haben wir am Ende drei Dinge gemacht: das Google-Profil komplett überarbeitet, eine FAQ-Seite mit den tatsächlichen Fragen seiner Kunden ergänzt, und die Leistungsseiten so umgeschrieben, dass jede mit einer klaren, zitierfähigen Antwort beginnt. Ob er jetzt bei jeder ChatGPT-Anfrage auftaucht, kann ich nicht versprechen. Aber die Grundlage stimmt jetzt — und genau darum geht es bei diesem Thema in der Praxis.
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