Eine kurze Geschichte über einen Samstagabend, an dem drei Kundenseiten gleichzeitig offline gingen — und was danach anders wurde.


Es war ein Samstagabend, ich war beim Essen mit Freunden, als mein Telefon fast gleichzeitig drei Nachrichten von unterschiedlichen Kunden bekam, alle mit derselben Kernaussage: Die Website ist nicht erreichbar. Alle drei Websites liefen bei demselben Hosting-Anbieter, und ein technisches Problem auf deren Seite hatte mehrere Server gleichzeitig lahmgelegt.
Ich konnte in dem Moment praktisch nichts tun, außer beim Support-Ticket des Hosters anzustehen wie alle anderen betroffenen Kunden auch. Das Gefühl, komplett von der Handlungsfähigkeit eines Drittanbieters abhängig zu sein, während drei Kunden nervös auf eine Lösung warten, war eines der unangenehmsten in meiner gesamten Selbstständigkeit.
Was ich danach geändert habe: Ich verteile seither wichtige Kundenprojekte bewusst nicht mehr alle auf denselben Hosting-Anbieter, sondern arbeite mit mindestens zwei verschiedenen, geprüften Partnern. Außerdem habe ich für Kunden mit besonders hoher Abhängigkeit von der eigenen Website, etwa mit Online-Terminbuchung, eine einfache externe Status-Überwachung eingerichtet, die mich per SMS informiert, bevor ein Kunde überhaupt anrufen muss.
Der Vorfall selbst dauerte am Ende nur gut zwei Stunden, bis alles wieder lief. Aber die Lehre daraus hat meine Arbeitsweise dauerhaft verändert. Manchmal muss man nicht die Ursache eines Problems beeinflussen können, um trotzdem besser darauf vorbereitet zu sein, wenn es wieder passiert.
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999