Ein Kundenprojekt, bei dem wir konsequent zuerst für das Handy designt haben. Die Erkenntnisse haben mich überrascht.


Ein kleiner Online-Shop, dessen Betreiber selbst gemerkt hat: über 70 Prozent der Besucher kommen mobil, aber der Shop war eigentlich für den großen Bildschirm gedacht und auf dem Handy nur notdürftig geschrumpft.
Wir haben den kompletten Bestellprozess neu gedacht — angefangen beim kleinsten Bildschirm. Weniger Klicks bis zur Kasse, größere Tap-Flächen, Formularfelder, die zum jeweiligen Feld passende Tastatur öffnen (Zifferntastatur bei der Telefonnummer, zum Beispiel — eine Kleinigkeit, die vorher niemand bedacht hatte).
Das Ergebnis nach sechs Wochen: Die Abbruchrate im Bestellprozess ist spürbar gesunken. Nicht wissenschaftlich sauber gemessen, aber deutlich genug, dass der Kunde selbst den Unterschied bemerkt hat.
Die größte Lektion für mich persönlich: Mobile-First ist kein Design-Trend, den man drüberstülpt. Es verändert die eigentliche Reihenfolge, in der man ein Projekt denkt — vom kleinsten zum größten Bildschirm, nicht umgekehrt.
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999