Mobile-First-Redesign für einen Online-Shop: Was ich gelernt habe
Ein Kundenprojekt, bei dem wir konsequent zuerst für das Handy designt haben. Die Erkenntnisse haben mich überrascht.

Der Ausgangspunkt
Ein kleiner Online-Shop, dessen Betreiber selbst gemerkt hat: über 70 Prozent der Besucher kommen mobil, aber der Shop war eigentlich für den großen Bildschirm gedacht und auf dem Handy nur notdürftig geschrumpft.
Was sich geändert hat
Wir haben den kompletten Bestellprozess neu gedacht — angefangen beim kleinsten Bildschirm. Weniger Klicks bis zur Kasse, größere Tap-Flächen, Formularfelder, die zum jeweiligen Feld passende Tastatur öffnen (Zifferntastatur bei der Telefonnummer, zum Beispiel — eine Kleinigkeit, die vorher niemand bedacht hatte).
Das Ergebnis nach sechs Wochen: Die Abbruchrate im Bestellprozess ist spürbar gesunken. Nicht wissenschaftlich sauber gemessen, aber deutlich genug, dass der Kunde selbst den Unterschied bemerkt hat.
Die größte Lektion für mich persönlich: Mobile-First ist kein Design-Trend, den man drüberstülpt. Es verändert die eigentliche Reihenfolge, in der man ein Projekt denkt — vom kleinsten zum größten Bildschirm, nicht umgekehrt.
Beitrag aus dem Jahr 2018, übernommen aus dem Blog meiner früheren Website. Gegenüber dem damaligen Original wurden eventuell Rechtschreibfehler korrigiert und Bilder ersetzt.
Konrad Griesser
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999

