Apple hat mit iOS 7 den Schatten, den Verlauf und den Glanz aus dem Design geworfen. Die Reaktionen sind geteilt - meine Meinung auch.


Letzte Woche ist iOS 7 erschienen, und die Reaktionen im Netz sind, sagen wir, temperamentvoll. Weg sind die ledrigen Texturen, die Glaseffekte, die Schlagschatten auf jedem Button. Stattdessen: flache Farbflächen, dünne Linien, viel Weißraum.
Ich muss zugeben, ich brauchte selbst ein paar Tage, um mich daran zu gewöhnen. Man hat sich an Skeuomorphismus gewöhnt - an Kalender-Apps, die aussehen wie echtes Leder, an Notiz-Apps mit vergilbtem Papier. Das war lange der Standard, auch weil es Nutzern half zu verstehen, was ein digitales Element "ist", indem es wie sein reales Vorbild aussah.
Aber ich glaube, der Wechsel macht Sinn, und zwar aus einem praktischen Grund: Flache Designs sind auf kleinen, hochauflösenden Bildschirmen einfach klarer lesbar. Weniger visueller Ballast, mehr Fokus auf Inhalt und Typografie. Und für uns, die wir Websites bauen: flache Elemente sind leichter, laden schneller, und lassen sich mit reinem CSS umsetzen, ohne aufwendige Bildkompositionen.
Ich werde das den nächsten Kunden, die über ein Redesign nachdenken, vorschlagen. Nicht weil es gerade "in" ist, sondern weil ich glaube, dass es tatsächlich besser funktioniert. Ob sich das durchsetzt oder in zwei Jahren wieder Schatten und Verläufe zurückkommen, kann ich nicht sagen. Aber im Moment fühlt es sich nach einem echten Wandel an, nicht nur nach einer Mode.
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