Flat-Design-Müdigkeit: Woran ich merke, dass ein Trend sich totläuft
Nach Jahren des puristischen Flat Design merke ich bei mir selbst eine gewisse Ermüdung. Ein persönlicher Blick auf Design-Trends und ihre Halbwertszeit.
📅 12. Juli 2016
Ich sitze hier und entwerfe seit Stunden an einem neuen Website-Layout, komplett flach, ohne Schatten, ohne Verläufe, wie es der aktuelle Standard verlangt. Und merke: Ich bin es ein bisschen leid.
Nicht, weil Flat Design schlecht wäre — im Gegenteil, es hat viele überladene Designs der Web-2.0-Ära zu Recht abgelöst. Aber jede Website sieht inzwischen ein bisschen gleich aus. Große Flächen, dünne Schrift, ein Icon-Set, das überall identisch wirkt.
Ich frage mich, ob wir gerade an einem Punkt sind, an dem der nächste Gegentrend fällig wird — vielleicht wieder mehr Tiefe, mehr Textur, mehr Persönlichkeit. Design-Trends laufen in Wellen, das war schon immer so.
Für meine Kundenprojekte bleibe ich vorerst beim bewährten flachen Look — er funktioniert, er ist zeitlos genug. Aber ich beobachte das Pendel genau und experimentiere in eigenen Projekten schon mit ein bisschen mehr Tiefe.
Konrad Griesser
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999