Webdesign

Flat-Design-Müdigkeit: Woran ich merke, dass ein Trend sich totläuft

Nach Jahren des puristischen Flat Design merke ich bei mir selbst eine gewisse Ermüdung. Ein persönlicher Blick auf Design-Trends und ihre Halbwertszeit.

📅 ✍️ Von Konrad Griesser
Datenwellen über einer nächtlichen Stadt
Archivbeitrag aus dem Jahr 2016

Dieser Beitrag stammt aus dem Blog meiner früheren Website. Gegenüber dem damaligen Original wurden eventuell Rechtschreibfehler korrigiert und Bilder ersetzt; Inhalt und Aussagen entsprechen dem Stand von damals.

Ich sitze hier und entwerfe seit Stunden an einem neuen Website-Layout, komplett flach, ohne Schatten, ohne Verläufe, wie es der aktuelle Standard verlangt. Und merke: Ich bin es ein bisschen leid.

Nicht, weil Flat Design schlecht wäre — im Gegenteil, es hat viele überladene Designs der Web-2.0-Ära zu Recht abgelöst. Aber jede Website sieht inzwischen ein bisschen gleich aus. Große Flächen, dünne Schrift, ein Icon-Set, das überall identisch wirkt.

Ich frage mich, ob wir gerade an einem Punkt sind, an dem der nächste Gegentrend fällig wird — vielleicht wieder mehr Tiefe, mehr Textur, mehr Persönlichkeit. Design-Trends laufen in Wellen, das war schon immer so.

Für meine Kundenprojekte bleibe ich vorerst beim bewährten flachen Look — er funktioniert, er ist zeitlos genug. Aber ich beobachte das Pendel genau und experimentiere in eigenen Projekten schon mit ein bisschen mehr Tiefe.

Konrad Griesser

Konrad Griesser

Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999

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