Technik & WordPress
Fünf WordPress-Plugins, die ich wieder deinstalliert habe
Nicht jedes Plugin, das gut klingt, macht eine Seite besser. Eine kleine Liste aus eigener, schmerzhafter Erfahrung.
📅 30. Juli 2013


Ich probiere ständig neue Plugins aus, weil Kunden mich fragen oder weil ich neugierig bin. Die meisten fliegen nach spätestens einer Woche wieder raus. Hier fünf, bei denen ich mich am meisten geärgert habe.
- Ein "All-in-One-SEO-Wunder"-Plugin, das im Hintergrund bei jedem Seitenaufruf sieben zusätzliche Datenbankabfragen ausgelöst hat. Die Ladezeit einer Kundenseite ist dadurch spürbar gestiegen, bevor ich gemerkt habe, woran es lag.
- Ein Slider-Plugin, das eigene jQuery-Versionen mitgebracht hat und dadurch ein anderes, älteres Plugin komplett zerschossen hat. Zwei Stunden Fehlersuche für ein Feature, das kaum jemand angeklickt hätte.
- Ein Social-Share-Plugin, das bei jedem Klick externe Skripte von fünf verschiedenen Anbietern nachgeladen hat. Sah hübsch aus, hat die Seite aber spürbar langsamer gemacht.
- Ein Backup-Plugin, das ohne Warnung angefangen hat, tägliche Backups im Upload-Ordner zu speichern - bis der Server voll war und die Seite offline ging. Mitten in der Nacht, natürlich.
- Ein "Related Posts"-Plugin, das bei kleineren Blogs komplett willkürliche, unpassende Artikel vorgeschlagen hat, weil einfach zu wenig Inhalt für einen sinnvollen Algorithmus da war.
Meine Regel inzwischen: Erst auf einer Testinstallation ausprobieren, nie direkt auf der Live-Seite eines Kunden. Klingt selbstverständlich, aber ich habe es früher nicht immer so gehalten. Man lernt.
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Konrad Griesser
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999
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