Google hat verschlüsselte Verbindungen offiziell zu einem, wenn auch kleinen, Rankingfaktor gemacht. Eine gute Idee mit einer unbequemen praktischen Seite.


Google hat vor ein paar Tagen bestätigt, was einige schon vermutet hatten: HTTPS, also die verschlüsselte Verbindung zu einer Website, ist jetzt offiziell ein - wenn auch aktuell noch kleiner - Rankingfaktor. Wer seine Seite verschlüsselt, bekommt einen leichten Vorteil gegenüber unverschlüsselten Seiten.
Grundsätzlich finde ich das richtig. Mehr Verschlüsselung im Netz ist erstmal eine gute Sache, gerade bei allem, wo Formulardaten übertragen werden. Was mich aber beschäftigt: Für viele meiner kleineren Kunden bedeutet die Umstellung nicht nur technischen Aufwand, sondern auch eine laufende zusätzliche Kostenposition für das SSL-Zertifikat, je nach Hosting-Paket. Für einen Ein-Personen-Handwerksbetrieb mit knappem Budget ist das keine Kleinigkeit.
Ich werde bei neuen Projekten HTTPS ab sofort direkt mit einplanen, das macht die spätere Migration einfacher. Bei bestehenden Kunden werde ich es in den nächsten Monaten Schritt für Schritt ansprechen, aber ohne Druck - der Rankingvorteil ist laut Google selbst momentan gering, also lieber sauber planen als überstürzt umsetzen und dabei Fehler bei der Umleitung machen. Eine schlecht gemachte HTTPS-Migration mit kaputten Weiterleitungen schadet mehr, als das fehlende Zertifikat je könnte.
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