Googles neuer Algorithmus soll ganze Suchanfragen verstehen statt nur einzelne Wörter abzugleichen. Ich glaube, das ist größer, als es gerade wirkt.


Letzte Woche hat Google öffentlich gemacht, dass sie ihren Kern-Suchalgorithmus grundlegend überarbeitet haben - Hummingbird nennen sie ihn. Anders als bei Panda oder Penguin, die eher wie nachträgliche Filter wirkten, ist das laut Google eine komplette Neukonstruktion, wie Suchanfragen verarbeitet werden.
Der Kerngedanke, soweit ich ihn verstehe: Statt eine Suchanfrage nur in einzelne Keywords zu zerlegen und nach Seiten zu suchen, die diese Wörter enthalten, versucht Google jetzt stärker, die Bedeutung einer ganzen Frage zu erfassen. Jemand, der tippt "wo bekomme ich in Augsburg abends noch frisches Brot", meint etwas anderes als jemand, der einfach "Bäckerei Augsburg" sucht - auch wenn beide Anfragen thematisch verwandt sind.
Für uns als Website-Betreiber bedeutet das, glaube ich, einen langsamen, aber wichtigen Wandel: Wer bisher krampfhaft versucht hat, eine Seite auf ein einzelnes Keyword hin zu optimieren, wird das in Zukunft seltener tun müssen - und sollte es vermutlich auch seltener tun. Wichtiger wird, ob eine Seite thematisch wirklich zu dem passt, wonach jemand sucht, auch wenn die exakten Wörter nicht übereinstimmen.
Ich finde das ehrlich gesagt spannend. Es fühlt sich an, als würde die Suchmaschine ein kleines bisschen anfangen, Sprache zu "verstehen" statt nur abzugleichen. Wie weit das noch gehen kann, weiß ich nicht. Aber ich behalte das im Hinterkopf.
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999