Seit ein paar Wochen will jeder zweite Kunde plötzlich eine App. Ein paar Gedanken dazu.


Seit das iPad in Deutschland verkauft wird, hat sich etwas in den Gesprächen mit Kunden verschoben. Früher ging es um „eine schöne Website". Jetzt fragt mindestens jeder zweite: „Und können wir das nicht auch als App machen?"
Meistens stellt sich beim Nachfragen heraus, dass niemand so genau weiß, was damit gemeint ist. Eine native App für den App Store? Eine mobile Website? Oder einfach nur: „Ich habe das Wort App gehört und will das auch haben"?
Ich sage den meisten das Gleiche: Für 95 Prozent der Fälle reicht eine gut gemachte, auch auf kleineren Bildschirmen brauchbare Website völlig aus. Eine native App lohnt sich erst, wenn es einen echten Grund dafür gibt — etwas, das offline funktionieren muss, oder das auf Funktionen des Geräts zugreift, die eine Website nicht bedienen kann.
Trotzdem merke ich: Das Gerät verändert gerade, wie Leute über das Internet nachdenken. Nicht mehr nur „am Computer sitzen und tippen", sondern etwas in der Hand halten und mit dem Finger berühren. Das wird Folgen haben, die über die nächste Kundenanfrage hinausgehen. Ich beobachte das genau.
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999