Eine ehrliche Einschätzung, wie viel Sicherheitsaufwand eine normale Unternehmenswebsite tatsächlich braucht — ohne unnötige Panikmache.


Immer wieder höre ich von Kunden die Frage, ob sich der Aufwand für Website-Sicherheit bei einer kleinen Unternehmensseite überhaupt lohnt — schließlich sei man ja kein interessantes Ziel für Angreifer. Die kurze Antwort: Der Großteil der Angriffe zielt gar nicht gezielt auf einzelne Unternehmen ab.
Die meisten Angriffe auf WordPress-Websites laufen automatisiert ab — Bots scannen systematisch nach bekannten Sicherheitslücken, unabhängig davon, ob die Website groß oder klein, bekannt oder unbekannt ist. Eine veraltete Plugin-Version ist für einen solchen Bot ein Treffer, egal wessen Website dahintersteckt.
Eine gehackte Website kann zum Versenden von Spam missbraucht, mit Schadcode infiziert oder von Google aus dem Index genommen werden — mit entsprechenden Folgen für Sichtbarkeit und Vertrauen. Die Wiederherstellung kostet danach regelmäßig deutlich mehr Zeit und Geld, als die Vorsorge gekostet hätte.
Regelmäßige Updates von WordPress, Theme und Plugins, ein zuverlässiges automatisiertes Backup-System und ein vernünftiges Passwort-Management reichen für die allermeisten Unternehmenswebsites bereits aus. Das ist kein riesiger Aufwand — aber eben einer, den man konsequent und nicht nur gelegentlich betreiben sollte.
Meine Einschätzung: übertrieben ist Sicherheit selten, vernachlässigt dagegen häufig — und das rächt sich meistens genau dann, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann.
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999