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Die Sache mit der Keyword-Dichte

Ein Kunde hat mir heute eine Excel-Tabelle geschickt, in der er die Keyword-Dichte seiner Konkurrenz analysiert hat. Wir müssen reden.

📅 15. September 2010
Die Sache mit der Keyword-Dichte
Die Sache mit der Keyword-Dichte

Heute Morgen kam eine E-Mail mit einer Excel-Tabelle im Anhang. Ein Kunde hatte händisch ausgezählt, wie oft seine drei größten Konkurrenten das Wort „Gartenbau" auf ihrer Startseite verwenden, und wollte jetzt, dass wir das Wort auf seiner Seite mindestens genauso oft unterbringen. Am besten öfter.

Ich verstehe, woher diese Idee kommt. Vor ein paar Jahren kursierten tatsächlich Faustregeln zur „optimalen Keyword-Dichte" — zwei, drei, manchmal fünf Prozent des Textes sollte das Zielwort ausmachen. Das Problem: Google ist inzwischen deutlich besser darin, echten, natürlich geschriebenen Text von künstlich vollgestopftem Text zu unterscheiden.

Ich habe ihm erklärt: Wenn wir „Gartenbau" dreißigmal auf einer Seite unterbringen, liest sich der Text für einen Menschen wie ein kaputter Roboter — und genau danach filtert Google mittlerweile auch. Besser ist ein Text, der das Wort dort verwendet, wo es hingehört, ergänzt um verwandte Begriffe wie „Landschaftsbau", „Gartenpflege" oder „Terrassenbau", die zeigen, dass es hier wirklich um das Thema geht und nicht nur um ein Wort.

Er war nicht ganz überzeugt. Ich habe ihm trotzdem versprochen, es so zu machen — und ihm angeboten, in drei Monaten die Rankings gemeinsam anzuschauen. Manchmal überzeugen Zahlen mehr als Argumente.

Konrad Griesser

Konrad Griesser

Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999

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