Material Design gegen Flat Design 2.0: Zwei Philosophien im Vergleich
Google pusht Material Design, andere setzen auf ein weiterentwickeltes Flat Design mit sanften Schatten. Ich musste mich für Kundenprojekte entscheiden.

Dieser Beitrag stammt aus dem Blog meiner früheren Website. Gegenüber dem damaligen Original wurden eventuell Rechtschreibfehler korrigiert und Bilder ersetzt; Inhalt und Aussagen entsprechen dem Stand von damals.
Nach Jahren des puristischen Flat Design, komplett ohne Schatten und Tiefe, kommt jetzt eine Gegenbewegung: Material Design von Google setzt bewusst wieder auf Schichten, Schatten und leichte Bewegung, um digitale Oberflächen intuitiver zu machen.
Ich habe für zwei aktuelle Kundenprojekte beide Ansätze ausprobiert. Bei einem reinen Content-Projekt hat das puristische Flat Design nach wie vor gut funktioniert — klar, aufgeräumt, nichts lenkt ab. Bei einem interaktiveren Projekt mit vielen Formularen und Buttons hat sich Material Design als deutlich verständlicher erwiesen — die Nutzer haben sofort erkannt, was klickbar ist und was nicht.
Meine vorläufige Regel: Reine Flat Designs eignen sich gut für Inhalte, klare Tiefen-Hinweise (dezente Schatten, leichte Interaktions-Animationen) für alles, wo Nutzer aktiv handeln sollen. Kein Dogma in die eine oder andere Richtung, sondern je nach Zweck entscheiden.
Konrad Griesser
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999


