Google hat angekündigt, künftig primär die mobile Version einer Website für das Ranking heranzuziehen. Das ist größer, als es klingt.


Bisher hat Google in erster Linie die Desktop-Version einer Website gecrawlt und bewertet, auch wenn der Großteil der Suchanfragen längst vom Smartphone kommt. Das dreht sich jetzt um: Künftig wird die mobile Version zur primären Grundlage für das Ranking.
Klingt nach einer technischen Randnotiz. Ist es nicht.
Ich habe in den letzten Jahren immer wieder Websites übernommen, bei denen die mobile Version stiefmütterlich behandelt wurde — abgespeckte Inhalte, fehlende Bilder, manchmal sogar ganze Abschnitte, die auf dem Handy einfach weggelassen wurden, weil "das ja eh keiner braucht". Genau diese Websites werden jetzt ein Problem bekommen, weil Google diese abgespeckte Version als Basis nimmt.
Die Konsequenz ist eigentlich simpel, auch wenn die Umsetzung Arbeit macht: Mobile und Desktop müssen inhaltlich gleichwertig sein. Kein Stiefkind mehr.
Ich habe angefangen, bei jedem neuen Projekt zuerst den mobilen Entwurf zu machen und erst danach die Desktop-Variante draufzusetzen, nicht andersher. Fühlt sich noch ungewohnt an, ist aber wahrscheinlich der richtige Weg.
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999