Mobilegeddon: der Tag, an dem Google Ernst gemacht hat
Google hat mobile Freundlichkeit ab dieser Woche offiziell zum Rankingfaktor für die mobile Suche gemacht. Manche Kollegen nennen es schon jetzt Mobilegeddon.


Diese Woche ist es so weit gewesen: Google hat sein angekündigtes Update ausgerollt, das die mobile Nutzerfreundlichkeit einer Seite zu einem Rankingfaktor für Suchen auf dem Handy macht. In manchen Ecken des Netzes wird das schon "Mobilegeddon" genannt, was mir persönlich etwas übertrieben vorkommt, aber die Aufregung ist da.
Ich habe die letzten Wochen genutzt, um bei allen aktiven Kunden den offiziellen Test von Google durchzuklicken - ein kleines Tool, das anzeigt, ob eine Seite als "mobilfreundlich" eingestuft wird. Von zwölf Projekten sind elf glücklicherweise durchgefallen, äh, durchgekommen. Eines, eine ältere, noch nicht responsive Landingpage eines Kunden, den ich gerade erst übernommen habe, ist tatsächlich durchgefallen. Wir haben es innerhalb von vier Tagen behoben.
Was ich an diesem Update mag: Es ist keine Überraschung. Google hat es Wochen vorher klar angekündigt, mit genauem Datum, was bei früheren großen Updates nicht immer so war. Das hat mir Zeit gegeben, systematisch zu prüfen statt in Panik zu reagieren.
Für mich bestätigt dieser Schritt vor allem, was sich seit zwei Jahren ohnehin abgezeichnet hat: Mobile ist nicht mehr ein Zusatz, den man optional dazu buchen kann. Es ist die Grundvoraussetzung, um in der Suche überhaupt ernst genommen zu werden.
Konrad Griesser
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999
