Ein Blick in die eigenen Analytics-Zahlen, der mich mehr überrascht hat, als er sollte.


Ich habe gestern Abend aus Neugier die Analytics-Daten von drei meiner größeren Kundenprojekte über die letzten zwölf Monate durchgeschaut. Bei zweien liegt der mobile Traffic inzwischen über 40 Prozent. Bei einem, einem kleinen Modelabel, sogar bei 52 Prozent - mehr Besucher kommen also vom Handy als vom Rechner.
Vor anderthalb Jahren war das bei denselben Seiten noch im einstelligen Bereich. Die Kurve ist nicht sanft nach oben gegangen, sie ist regelrecht gekippt, irgendwann im letzten Sommer.
Was mich daran am meisten beschäftigt: Bei zwei dieser drei Projekte ist die mobile Darstellung immer noch eher ein Kompromiss als eine durchdachte Erfahrung. Wir haben responsive gebaut, damit nichts kaputt aussieht - aber die eigentliche Nutzerführung ist noch komplett am Desktop gedacht. Große Hero-Bilder, die auf dem Handy nur noch ein Farbklecks sind. Navigationen mit acht Punkten, die auf kleinen Screens zu einem unübersichtlichen Dropdown zusammengequetscht werden.
Ich glaube, das wird die nächste Aufgabe: nicht mehr nur "funktioniert auf dem Handy", sondern "ist für das Handy gedacht". Das ist ein Unterschied, den viele Kunden noch nicht sehen - ich versuche gerade, die richtigen Worte dafür zu finden, wenn ich es in Angeboten erkläre.
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999