Ein Trend, der gerade viel diskutiert wird - und bei dem ich ein zwiespältiges Gefühl nicht loswerde.


Native Advertising ist gerade in aller Munde: Anzeigen, die sich optisch und inhaltlich so stark an redaktionelle Inhalte anpassen, dass man sie auf den ersten Blick kaum von einem normalen Artikel unterscheidet. Ein "gesponserter Artikel", der aussieht wie jeder andere Beitrag auf der Seite, nur mit einem kleinen, oft winzigen Hinweis irgendwo am Rand.
Ich verstehe, warum das funktioniert. Klassische Bannerwerbung wird zunehmend ignoriert, manche Nutzer blockieren sie sogar komplett. Native Werbung umgeht diese "Bannerblindheit", weil sie sich eben nicht wie Werbung anfühlt.
Genau das ist für mich aber auch das Problem. Wenn eine Anzeige bewusst so gestaltet wird, dass sie nicht als Anzeige erkannt wird, wird eine Grenze verwischt, die für das Vertrauen in redaktionelle Inhalte wichtig ist. Ich rate Kunden, die mich danach fragen, zu klarer Kennzeichnung, auch wenn das vermutlich weniger Klicks bringt. Auf lange Sicht, glaube ich, zahlt sich Ehrlichkeit gegenüber der eigenen Zielgruppe mehr aus als ein kurzfristiger Klick-Trick.
Vielleicht bin ich da altmodisch. Aber ich will meinen Kunden nichts empfehlen, wofür ich mich selbst schämen würde, wenn ich es als Nutzer sehe.
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