Ein Kunde hat mir eine ziemlich besorgte E-Mail geschrieben. Ich teile hier meine Antwort, weil ich vermute, dass er nicht der Einzige mit dieser Sorge ist.


Letzte Woche bekam ich eine E-Mail von einem Kunden, für den ich vor zwei Jahren die Website gebaut habe. Sinngemäß stand da: „Ich habe gestern Abend mit meiner Tochter ChatGPT ausprobiert. Braucht man dann überhaupt noch eine eigene Website, wenn Kunden einfach eine KI fragen können?"
Ich verstehe die Sorge, ehrlich gesagt hatte ich sie selbst in den letzten zwei Wochen mehrmals. Meine Antwort war ungefähr so: ChatGPT kann Fragen beantworten, aber es kann keinen Termin bei Ihnen buchen, keine Anfahrt anzeigen, keine echten Referenzfotos Ihrer letzten Projekte zeigen, und schon gar nicht Vertrauen aufbauen, so wie eine gut gemachte Website das kann.
Was ich allerdings auch gesagt habe: Es lohnt sich jetzt schon, darüber nachzudenken, wie Inhalte strukturiert sind. Wenn Menschen anfangen, Fragen direkt an eine KI zu stellen statt zu googeln, dann wird es irgendwann wichtig sein, dass diese Systeme die richtigen Antworten über ein Unternehmen überhaupt finden können. Wie genau das aussehen wird, weiß ich noch nicht. Aber ich glaube, das wird ein Thema.
Der Kunde war danach beruhigt. Ich selbst bin es nur teilweise. Ich glaube, wir stehen am Anfang von etwas, dessen Ausmaß wir gerade erst zu begreifen anfangen.
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999