Wie man mit KI-Systemen spricht, macht einen erstaunlichen Unterschied. Ein paar Beobachtungen aus meiner eigenen Lernkurve.


Ich habe in den letzten Wochen etwas gelernt, das mir vor zwei Monaten völlig fremd gewesen wäre: wie man mit einer KI „spricht", damit sie das liefert, was man tatsächlich braucht.
Ein Beispiel. Die Anfrage „Schreib einen Text über Webdesign" liefert etwas generisches, austauschbares. Die Anfrage „Du bist ein erfahrener Webdesigner aus Augsburg, der einem Handwerksbetrieb erklärt, warum eine professionelle Website sich lohnt. Schreib das locker, ohne Fachjargon, mit einem konkreten Beispiel" liefert etwas völlig anderes. Gleicher Grundgedanke, komplett unterschiedliches Ergebnis.
Kontext geben hilft enorm. Rolle zuweisen hilft. Konkrete Beispiele im Prompt liefern hilft. Und man muss iterieren, selten ist die erste Antwort die beste, man verfeinert die Anfrage, so wie man ein Gespräch führt.
Ich frage mich, ob das in ein paar Jahren eine ganz normale Fähigkeit sein wird, so selbstverständlich wie Google-Suchen zu formulieren heute ist. Oder ob die Systeme so gut werden, dass man gar nicht mehr so genau formulieren muss. Ich vermute Ersteres wird für eine Übergangszeit gelten, dann kommt Zweiteres.
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999