Ich habe alte Screenshots durchsucht und musste selbst lachen. Ein ehrlicher Rückblick auf ein Projekt, auf das ich damals sehr stolz war.


Ich habe heute in einem alten Ordner nach einer Rechnung gesucht und bin dabei über Screenshots eines Projekts gestolpert, das ich Anfang 2010 abgeschlossen habe — ein komplettes Redesign für einen Kunststoffverarbeiter aus dem Landkreis. Ich war damals unglaublich stolz darauf. Heute muss ich ehrlich sagen: Es ist nicht gut gealtert.
Die Startseite hatte einen Slider mit fünf wechselnden Bildern, jedes mit einem eigenen, aufwendig gestalteten Schriftzug — als Bildgrafik eingebunden, nicht als echter Text. Die Navigation war zentriert, mit Trennlinien, die aussahen, als kämen sie aus einem PowerPoint-Template. Die Farbpalette bestand aus vier verschiedenen Blautönen, die sich beim genauen Hinsehen nicht wirklich vertragen.
Und trotzdem: Der Kunde war überglücklich, die Anfragen sind spürbar gestiegen, und für den damaligen Stand meines Könnens war es tatsächlich mein bisher bestes Projekt. Ich glaube, das ist die eigentliche Lektion, die ich beim Durchschauen der Screenshots mitnehme: Man muss die eigene Arbeit von vor zwei Jahren peinlich finden können. Wenn man das nicht tut, hat man in der Zwischenzeit nichts dazugelernt.
Ich überlege, dem Kunden in den nächsten Monaten ein Update vorzuschlagen. Nicht, weil die Seite nicht mehr funktioniert — sondern weil ich inzwischen weiß, wie viel besser sie sein könnte.
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