Ein Jahresrückblick, der anders ausfällt als jeder davor. Zahlen, Learnings, und ein Blick nach vorne.


Anfang des Jahres hätte ich diesen Rückblick nicht im Ansatz vorhersagen können. Ich hatte mir „ein ruhiges Jahr" gewünscht — ironischerweise genau das Gegenteil bekommen.
Die Zahlen: mehr Neukunden als in jedem Jahr zuvor, konzentriert vor allem im März und April, als plötzlich jeder eine Website oder eine Online-Bestellmöglichkeit brauchte. Danach eine ruhigere Phase im Sommer, gefolgt von einer zweiten, kleineren Welle im Herbst, als klar wurde, dass das Ganze länger dauert als gedacht.
Das größte persönliche Learning: Flexibilität schlägt Perfektionismus. Die Projekte, auf die ich am meisten stolz bin, waren nicht die aufwendigsten, sondern die, bei denen ich schnell reagiert und pragmatisch geliefert habe, als es drauf ankam.
Und dann ist da noch dieses andere Thema, das mich das ganze Jahr über begleitet hat, parallel zum ganzen Corona-Wahnsinn: GPT-3. Ich habe seit Juli mit dem Modell experimentiert, und ich bin überzeugter denn je, dass sich in den nächsten Jahren durch Sprachmodelle wie dieses etwas Grundlegendes verändern wird — wie Texte entstehen, wie Kommunikation mit Kunden abläuft, vielleicht sogar wie ganze Websites gebaut werden. Ich will 2021 anfangen, das stärker in meine Arbeit einzubauen, nicht nur als Experiment am Feierabend.
Kein Jahr, das ich mir gewünscht hätte. Aber eines, aus dem ich mehr mitnehme als aus manch ruhigerem.
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999