Ich habe diese Woche eine Website von 2004 geerbt, die komplett mit verschachtelten Tabellen gebaut ist. Ein Rant.


Ich sitze seit Dienstag an einer Website, die ein Kunde „nur ein bisschen aktualisiert" haben möchte. Der Quellcode besteht aus elf Ebenen verschachtelter Tabellen. Ich habe mitgezählt, weil ich es nicht glauben wollte.
Jede Zelle hat ihre eigene Hintergrundfarbe per bgcolor-Attribut. Jedes Wort in Fettdruck ist ein eigenes <font>-Tag. Und irgendwo, mitten in der Struktur, liegt eine leere Tabellenzelle mit einem 1x1-Pixel-GIF, das offenbar den Abstand zur nächsten Zelle regeln sollte. Das war 2004 gängige Praxis. Heute tut es beim Lesen weh.
Ich verstehe, warum das damals so gemacht wurde — der Internet Explorer 6 hat CSS-Layouts stiefmütterlich behandelt, und Tabellen waren berechenbar. Aber wir sind jetzt sechs Jahre weiter. Firefox hat sich durchgesetzt, CSS-Floats funktionieren zuverlässig genug, und trotzdem sehe ich diesen Code noch wöchentlich.
Mein Plan für diese Woche: Ich baue die Seite komplett neu, mit einem sauberen div-Grundgerüst und einer externen CSS-Datei. Der Kunde merkt davon nichts — für ihn ändert sich nur, dass ich beim nächsten Mal nicht drei Stunden brauche, um eine Telefonnummer im Footer zu ändern.
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