Digitalmarketing

Braucht ein Schreiner Twitter?

Kurze Antwort: wahrscheinlich nicht. Lange Antwort in diesem Beitrag.

📅 ✍️ Von Konrad Griesser
Braucht ein Schreiner Twitter?
Archivbeitrag aus dem Jahr 2011

Dieser Beitrag stammt aus dem Blog meiner früheren Website. Gegenüber dem damaligen Original wurden eventuell Rechtschreibfehler korrigiert und Bilder ersetzt; Inhalt und Aussagen entsprechen dem Stand von damals.

Ein Kunde hat mich letzte Woche gefragt, ob er „auch bei Twitter" sein sollte. Er stellt Fenster und Türen her, beschäftigt acht Mitarbeiter, und seine Kunden sind zu neunzig Prozent Privatleute aus dem Landkreis.

Meine ehrliche Antwort: nein, wahrscheinlich nicht. Twitter lebt von Häufigkeit und Aktualität — kurzen, oft mehrmals täglichen Nachrichten. Für einen Handwerksbetrieb mit überschaubarer Kapazität ist das kaum zu stemmen, und die Zielgruppe, die dort aktiv unterwegs ist, deckt sich selten mit „Menschen, die gerade neue Fenster brauchen".

Was ich ihm stattdessen vorgeschlagen habe: eine Facebook-Seite, gepflegt vielleicht einmal pro Woche, mit Fotos von abgeschlossenen Projekten. Das lässt sich mit deutlich weniger Aufwand aufrechterhalten und erreicht genau die Leute, die ohnehin schon in seiner Umgebung nach Empfehlungen suchen.

Ich sage nicht, dass Twitter grundsätzlich nutzlos ist — für manche Branchen, etwa im IT-Bereich oder bei Marken mit überregionaler Zielgruppe, kann es sehr gut funktionieren. Aber „wir sollten auch da sein, weil alle darüber reden" ist für mich kein Grund, einem Kunden einen weiteren Kanal aufzudrücken, den er dann doch nicht pflegt.

Konrad Griesser

Konrad Griesser

Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999

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