Warum ich Google Fonts jetzt grundsätzlich lokal einbinde
Eine technische Kleinigkeit mit rechtlicher Relevanz, die ich seit diesem Jahr bei jedem Projekt standardmäßig umsetze.

Dieser Beitrag informiert allgemein über rechtliche Anforderungen an Websites, so wie es das Rechtsdienstleistungsgesetz für Darstellungen in Medien zulässt (§ 2 Abs. 3 Nr. 5 RDG). Er bezieht sich nicht auf Ihren Einzelfall. Die rechtliche Prüfung einer konkreten Angelegenheit ist eine Rechtsdienstleistung, die nur Rechtsanwälte und andere nach dem RDG befugte Personen erbringen dürfen (§§ 2, 3 RDG). Als Webdesigner setze ich technische Vorgaben um; die rechtliche Bewertung Ihrer Website, Ihrer Datenverarbeitung oder Ihrer Verträge gehört zu einer Kanzlei oder Ihrem Datenschutzbeauftragten. Rechtslage und Rechtsprechung ändern sich — maßgeblich ist der Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Ein kleines, aber wichtiges technisches Detail, das ich seit diesem Jahr bei jedem Projekt konsequent umsetze: Ich binde Google Fonts nicht mehr direkt über Googles Server ein, sondern lade die Schriftdateien herunter und hoste sie selbst auf dem eigenen Server.
Der Grund ist rechtlich, nicht ästhetisch. Wird eine Schriftart direkt von Google geladen, wird beim Seitenaufruf automatisch die IP-Adresse des Besuchers an Google-Server übertragen — noch bevor der Besucher irgendeiner Datenverarbeitung zugestimmt hat. Das ist datenschutzrechtlich zunehmend ein Problem, über das in Fachkreisen immer öfter diskutiert wird.
Die Lösung ist technisch simpel: Schriftdateien einmal herunterladen, lokal einbinden, fertig. Kein Unterschied in Optik oder Geschwindigkeit — teilweise sogar minimal schneller, weil keine zusätzliche externe Verbindung aufgebaut werden muss.
Ich erzähle das hier, weil es exemplarisch für viele kleine Detailentscheidungen steht, die in der täglichen Arbeit kaum auffallen, aber in der Summe den Unterschied zwischen einer sauber gebauten Website und einer mit versteckten Problemen ausmachen.
Beitrag aus dem Jahr 2021, übernommen aus dem Blog meiner früheren Website. Gegenüber dem damaligen Original wurden eventuell Rechtschreibfehler korrigiert und Bilder ersetzt.
Konrad Griesser
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999
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