Ein Jahresrückblick ohne die üblichen zehn Trends, die eh jeder aufzählt. Drei Dinge, die aus meiner Sicht tatsächlich zählen.


Zum Jahresende könnte ich jetzt eine Liste mit zehn „Trends für 2020" schreiben, wie es gerade überall zu lesen ist. Mache ich nicht. Stattdessen drei Dinge, die aus 2019 aus meiner Sicht tatsächlich hängen bleiben werden.
Erstens: BERT und die Entwicklung hin zu Suchmaschinen, die Sprache statt nur Wörter verstehen. Das verändert langfristig, wie Inhalte geschrieben werden müssen — natürlicher, weniger auf Keywords getrimmt.
Zweitens: die Debatte um GPT-2 und die Frage, was passiert, wenn Maschinen zunehmend überzeugende Texte schreiben können. Ich habe dazu im Februar geschrieben und stehe immer noch zu jedem Wort. Das Thema wird größer, nicht kleiner.
Drittens, und das ist vielleicht das Unspektakulärste, aber für meine tägliche Arbeit das Wichtigste: Ladezeit und mobile Nutzung sind endgültig keine „nice to have"-Themen mehr, sondern Grundvoraussetzung. Jedes Projekt, das ich dieses Jahr gemacht habe, stand von Anfang an unter diesem Anspruch.
Ich bin gespannt, was 2020 bringt. Ehrlich gesagt rechne ich mit einem eher ruhigen Jahr. Aber da lag ich, wie sich zeigen sollte, gründlich daneben.
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