Was ich für die DSGVO an meinen eigenen Websites wirklich ändern musste
Nach Monaten des Lesens und Umsetzens: eine ehrliche Liste dessen, was tatsächlich Arbeit gemacht hat — und was überraschend einfach war.

Dieser Beitrag informiert allgemein über rechtliche Anforderungen an Websites, so wie es das Rechtsdienstleistungsgesetz für Darstellungen in Medien zulässt (§ 2 Abs. 3 Nr. 5 RDG). Er bezieht sich nicht auf Ihren Einzelfall. Die rechtliche Prüfung einer konkreten Angelegenheit ist eine Rechtsdienstleistung, die nur Rechtsanwälte und andere nach dem RDG befugte Personen erbringen dürfen (§§ 2, 3 RDG). Als Webdesigner setze ich technische Vorgaben um; die rechtliche Bewertung Ihrer Website, Ihrer Datenverarbeitung oder Ihrer Verträge gehört zu einer Kanzlei oder Ihrem Datenschutzbeauftragten. Rechtslage und Rechtsprechung ändern sich — maßgeblich ist der Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Die Dinge, die wirklich Arbeit gemacht haben
Google Fonts lokal einbinden statt von Googles Servern laden — bei jedem einzelnen Projekt in meiner Kundenliste musste ich das nachträglich anpassen. Ein Nachmittag pro Website, mal mehr, mal weniger, je nachdem wie das Theme aufgebaut war.
Kontaktformulare überarbeiten: Einwilligungs-Checkbox, klare Angabe des Zwecks, Löschfristen definieren. Klingt simpel, aber bei jedem Kunden anders, weil jeder anders mit den Daten umgeht.
Auftragsverarbeitungsverträge mit Hosting-Anbietern — reine Papierarbeit, aber notwendig, und bei manchen Hostern gar nicht so leicht zu bekommen.
Was überraschend einfach war
Eine vernünftige Datenschutzerklärung zu formulieren, war am Ende weniger schlimm als befürchtet, sobald ich verstanden hatte, welche Tools und Dienste eine Website tatsächlich einbindet. Die meisten Vorlagen im Netz waren Panikmache und deutlich komplizierter als nötig.
Mein Fazit nach diesem halben Jahr Umsetzungsarbeit: Die DSGVO ist im Kern eine gute Idee, schlecht kommuniziert. Nicht die Regel selbst war das Problem, sondern die German-Angst-Industrie drumherum.
Beitrag aus dem Jahr 2018, übernommen aus dem Blog meiner früheren Website. Gegenüber dem damaligen Original wurden eventuell Rechtschreibfehler korrigiert und Bilder ersetzt.
Konrad Griesser
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999
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