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Endlich richtige Schriften im Web

Google Fonts macht gerade etwas möglich, das ich mir jahrelang gewünscht habe: echte Typografie ohne Bildergrafiken.

📅 17. März 2011
Endlich richtige Schriften im Web
Endlich richtige Schriften im Web

Jahrelang war die Regel einfach: Wer im Web eine bestimmte Schriftart haben wollte, die nicht zu den paar „websicheren" Systemschriften gehörte, musste sie als Bild einbauen. Überschriften als Grafik, unmarkierbar, schlecht für Suchmaschinen, hässlich beim Zoomen.

Seit letztem Jahr gibt es Dienste, mit denen man Schriftdateien direkt über eine einzige Codezeile im Kopfbereich der Seite einbinden kann — der Browser lädt die Schrift dann automatisch mit. Ich habe das diese Woche zum ersten Mal produktiv bei einem Kundenprojekt eingesetzt, einer Physiotherapiepraxis, die bisher eine ziemlich langweilige Systemschrift hatte.

Das Ergebnis überzeugt mich richtig. Die Überschriften wirken jetzt hochwertiger, ohne dass ich eine einzige Bilddatei anfassen musste. Der Text bleibt durchsuchbar, markierbar, und lässt sich mit CSS genauso einfach anpassen wie jede andere Schrift auch.

Einziger Wermutstropfen: Die Ladezeit steigt spürbar, wenn man zu viele Schriftschnitte gleichzeitig einbindet. Ich habe mich bei diesem Projekt auf zwei Schnitte beschränkt — normal und fett — und war überrascht, wie viel Wirkung allein das schon macht.

Konrad Griesser

Konrad Griesser

Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999

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